Starke Währung im Urlaub – Dies gilt zu beachten

Bares für den Urlaub

Viele Urlauber spielen mit dem Gedanken, die eigene Währung zum Vorteil zu nutzen, indem sie in ein Land reisen, dessen Währung und Lebenshaltungskosten deutlich niedriger angesetzt ist. Dies ist prinzipiell eine gute Idee, verschafft es nicht nur dem Zielland bitter nötig gebrauchte Devisen, sondern schont auch die Urlaubskasse zu einem nicht unerheblichen Teil. Dennoch unterlaufen vielen Urlaubern Fehler, die nicht nur mitunter störend sein können, sondern auch im schlimmsten Fall gefährlich.

Wer als Tourist kommt, wird auch als solcher erkannt

Einheimischen fällt es oft nicht schwer einen Touristen bereits aus der Ferne als solchen zu erkennen. Dies müssen sich Urlauber immer vor Augen halten, da es kaum möglich sein wird, sich in der Menge zu tarnen. Wer einen Basar besucht, kann damit rechnen, dass jeder Händler Bescheid weiß und versuchen wird einen guten, lukrativen Preis mit einem Touristen zu erzielen. Dieser Malus kann nur durch Erfahrung halbwegs aufgehoben werden, auch indem die eigentlichen Preise dem Touristen bekannt sind. Wer ahnungslos etwas kaufen möchte, wird nicht selten gegenüber den Einheimischen übervorteilt. Dahinter müssen nicht einmal betrügerische Absichten stehen, denn es geht oft schlicht und ergreifend darum, sich über Wasser zu halten, denn die Märkte in den meisten Zielregionen sind ein heiß umkämpftes Pflaster.

Aber nicht nur Händler können Reisende erkennen, auch Diebe, Betrüger und anderes kriminelles Volk. Es lohnt sich daher deutlich zu sondieren, welche Gegenden besucht werden können und welche nicht. Auch das Nachtleben bietet viele Stolpersteine und Gelegenheiten das eigene Geld loszuwerden. Vor Betrugsmaschen können sich Urlauber möglichst gut schützen, indem sie Betrug von Anfang an einen Riegel vorschieben. Dies kann eine Kreditkarte mit begrenztem Tageslimit sein, die Tatsache, dass ein Tresor im Hotelzimmer genutzt wird, um wertvolle Dokumente zu verstauen und natürlich der Umstand, dass Gegenden ohne Polizeipräsenz nicht grundlos gemieden werden sollten.

Der Währungskurs schwankt regelmäßig

Damit auch das größte Potenzial aus einem Währungsumtausch gewonnen werden kann, sollten die Umtauschgebühren in Betracht gezogen werden. Darüber hinaus auch der Umstand, dass Währungskurse sich voneinander unterscheiden und täglichen Schwankungen ausgesetzt sind. So lohnt es sich, in einer besonderen Hochphase das Geld in größeren Summen umtauschen zu lassen, wobei es in einer schlechteren Phase eher von Vorteil ist, lediglich eine kleinere Summe zu tauschen. Dies gilt natürlich so weit, wie die Umtauschgebühren nicht zu hoch angesetzt werden. Denn auch da lohnt sich ein Vergleich, da nicht jede Wechselstube oder Bank dieselbe Höhe an Gebühr nimmt. Es sollte daher schon vor der Reise klar sein, wie und wo das Geld am besten getauscht werden sollte.

Von den Gebühren her lässt sich die Faustformel verwenden, dass an Flughäfen und allgemein in touristischen Gebieten die Wechselgebühren in der Regel am höchsten ausfallen. Es sollte auch Abstand genommen werden von Personen auf der Straße, die einem anbieten, das Geld umzutauschen. Nicht nur besteht die Gefahr das Geld zu verlieren, sondern Falschgeld zu erhalten und sich damit strafbar zu machen.

Die Gesetze des Landes beachten

Wer europäische, insbesondere deutsche Gesetze gewohnt ist, kann im Ausland sehr schnell eine böse Überraschung erleben. Damit solche Dinge nicht teuer zu stehen kommen, sollte nicht nur die eigene Kaufkraft in Betracht gezogen werden, sondern auch das Zielland beim Vergleich auf Stabilität und Gesetz geprüft werden. Wer durch Tavernen touren möchte, um Alkohol zu trinken und das in einem Land, welches beispielsweise ein allgemeines Alkoholverbot hat, wird sehr schnell an seine Grenzen kommen. Es sollte daher auch von der rechtlichen Seite passen, da Unwissenheit nicht vor Strafe schützt und Ordnungswidrigkeiten in einem wirtschaftlich schwächeren Land sehr hoch ausfallen können. Wird zum Beispiel ein Auto gemietet vor Ort, sollten auch die Strafen für die häufigsten Vergehen und die allgemeinen Regeln zur Straßenverkehrsordnung bekannt sein.

Der Zoll hat das letzte Wort

Frisch eingedeckt mit Waren aus fernen Ländern, die günstig erstanden werden konnten und am Ende gibt es nicht nur ein böses und äußerst teures Erwachen beim Zoll, sondern auch sehr viel Stress und Ärger. Damit dies nicht passiert, sollten Urlauber nicht blindlings etwas kaufen, sondern sich vorher erkundigen, ob die Ausfuhr und Einfuhr zwischen den Ländern keinen Riegel vorschiebt. Auch sollte beachtet werden, dass Fälschungen, sofern sie denn als solche erkannt werden, sehr teuer in der Einfuhr werden können. Urlauber sollten sich daher intensiver mit dem Zoll beschäftigen, bevor sie anfangen ihr Geld in vermeintlich günstige Produkte zu investieren.

So steht einer angenehmen Reise mit schönen Andenken nichts mehr im Wege.

Autor: Bernsteinfuchs. Bildnachweis: ©bigstockphoto.com/Adam88x