Abnützung kann weh tun

Gelenkerkrankungen

Sogenannte degenerative rheumatische Gelenkerkrankungen, im Volksmund wenig schmeichelhaft Verschleißerscheinungen genannt, quälen bereits Millionen Menschen. Dazu beantworten Fachleute an dieser Stelle häufige Fragen.

Wie entsteht Arthrose?

Durch Veränderungen des Gelenkknorpels und des darunterliegenden Knochengewebes. Ursache sind Umbauprozesse im Knorpel- und Knochengewebe. Der Arthrose liegt keine Entzündung, sondern eine Abnutzungserkrankung zu Grunde. Aber auch ein Trauma (Verletzung, Unfall) kann Arthrose begünstigen. Dazu kommen genetische Faktoren, starkes Übergewicht, Fehlstellungen, Stoffwechselstörungen und Überbelastung als Risikofaktoren.

Spielt Bewegung eine Rolle?

Körperlich aktive Menschen erkranken seltener an Arthrose und wenn, später als Bewegungsmuffel. Doch es gibt auch ein "Zuviel des Guten": Bei Extremsportlern werden die Gelenke in Mitleidenschaft gezogen. Fußballer leiden etwa häufig an Kniearthrose, Balletttänzer an Arthrose der Sprunggelenke.

Warum wird manchmal ein Gelenk "punktiert"?

Bei Auftreten von Schwellungen wird mittels Punktion Gelenkflüssigkeit entnommen und im Labor untersucht. Dies nimmt die schmerzhafte Spannung vom Gelenk und es ist möglich, verschiedene Erkrankungen voneinander abzugrenzen, wie z. B. Infektionen, Kristallablagerungserkrankung etc.

Wann sollte man einen Gelenkersatz erwägen?

Bei starken Behinderungen und Beschwerden kann ein künstliches Gelenk Erleichterung schaffen und die Beweglichkeit wieder herstellen und zwar, wenn trotz medikamentöser Behandlung ständig Schmerzen vorhanden sind und die Funktionalität eingeschränkt ist. Bei Hüfte und Knie nicht zu lange warten, weil die Muskulatur und andere Gelenke beeinträchtigt werden.

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