Wozu wird Aluminium verwendet?

Aluminium

Der Prozess der Metallgewinnung wird Metallurgie genannt und umfasst alle möglichen Formen und Verfahren, bei denen Metalle gewonnen und verarbeitet oder verwendet werden. Wussten Sie zum Beispiel, dass es bereits vor 12.000 Jahren Metallurgie gab? Erfahren Sie, wie dieses praktisch schon historische Wissen bis heute überlebt hat und perfektioniert wird – vor allem im Bereich der Alu Profile.

Herstellung von Aluminium bedeutet Vielfalt

Die große Vielfalt der Produktionsmethoden ist oft die sogenannte Qual der Wahl. In der Pulvermetallurgie wird das sogenannte Sintern verwendet, bei dem ein pulverförmiges Metall ohne Aufschmelzen in eine andere Form gegeben wird, wobei Metallpulver aus reinen Metallen oder Legierungen mit Partikelgrößen kleiner als 0,6 mm benötigt werden. Aufgrund der teuren Presswerkzeuge wird die Pulvermetallurgie nicht bei Großserien, sondern nur bei kleinen, leichten Teilen eingesetzt.

Das Gießverfahren ist eines der wichtigsten Umformverfahren. Es ist wahrscheinlich das älteste Umformverfahren. Beim Gießen entsteht aus einem flüssigen Material nach dem Erstarren ein fester Körper einer bestimmten Form. Bei der Herstellung geformte Teile sind unwirtschaftlich, unmöglich oder haben besondere Eigenschaften.

In welchen Branchen ist Aluminium wichtig?

Aluminium existiert in der Natur in Verbindungen, nie als alleiniges Element. Die höchste Konzentration an Aluminium findet sich in sogenannten Bauxiten, den Alterungsprodukten von Kalk- und Silikatgesteinen. Der Anteil an Aluminiumoxiden im Bauxit liegt oft über 50 Prozent. Es ist der Rohstoff für die Aluminiumproduktion mit den größten Abbaugebieten in Australien, China, Guinea, Brasilien und Indien. Bauxit wird hauptsächlich in Tagebauen abgebaut.

Aluminium kann sich im kalten Zustand sehr gut plastisch verformen. Grundsätzlich lässt sich Aluminium mit allen Bearbeitungsverfahren bearbeiten. Zur Verbindung der Aluminiumteile können diese genietet, geschweißt oder geklebt werden. Aluminium Produkte lassen sich in unendlicher Vielfalt dekorativ gestalten: Leichtmetall wird geschliffen, gebürstet oder poliert, um die Rauheit der Oberfläche auszugleichen. Beizen erzeugt eine gleichmäßige und opake Oberflächenstruktur, während das Eloxieren die natürliche Oxidschicht verdichtet und eine künstliche und dekorative Oxidschicht erzeugt, die eingefärbt werden kann.

Aluminium wird in Fenstern, Fassaden, Türen, Veranden, Sonnenschutz, Duschkabinen, Geländer, Dach- und Wandsystemen, Beschlägen und Griffen, Geländer, Karosserien, Antennen und Blitzableiter-Konstruktionen sowie Tragkonstruktionen für Photovoltaikanlagen verwendet. Die größten Abnehmer kommen aus der Automobilbranche, der Medizintechnik und dem Maschinenbau.

Bildnachweis: Michael Kauer.

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