Fastenzeit: Aus Reserven Kraft schöpfen

Richtig fasten

Nicht umsonst gibt es in allen großen Religionen eine Art Fastenzeit. Denn Fasten ist nicht Hungern und Verzicht, sondern Kraft schöpfen aus den eigenen Reserven!

Eine längere Fastenkur sollte man nur unter ärztlicher Aufsicht durchführen. Keinesfalls fasten sollten Personen mit Essstörungen, depressive Menschen oder Dialysepatienten. Einzelne Fasttage können ohne Bedenken in regelmäßigen Abständen beliebig oft durchgeführt werden.

Neue Kraft dank Saft

Die einfachste Form des Fastens ist das Saftfasten (ein bis drei Tage). Säfte enthalten kein Eiweiß, kein Fett und keine Ballaststoffe, dafür natürlichen Fruchtzucker, Vitamine und Mineralstoffe, z.B. reichlich Kalium für die Entwässerung. Insbesondere die Säfte von Kürbis, Gurke und Grapefruit eignen sich dafür.

Da an Fasttagen reichlich entgiftet wird, benötigt der Körper viel Flüssigkeit zum Ausschwemmen. Hierfür sind neben Wasser - am Morgen am besten magnesiumreiches Rogaska-Wasser (www.rogaska.de) - ein Entschlackungstee und eine Basensuppe hilfreich. Als Entschlackungstee eignet sich eine Mischung aus zwei Teilen Brennesselblättern, zwei Teilen Löwenzahnwurzeln mit Kraut, ein Teil Schachtelhalmen, ein Teil Birkenblättern. Von dieser Mischung täglich vier EL mit einem Liter kochendem Wasser überbrühen und über den Tag verteilt trinken.

Ein typischer Safttag

Starten Sie am Morgen mit einem Liter Entschlackungstee und einem halben Liter Rogaska-Wasser - nüchtern und lauwarm trinken. Im Laufe des Vormittags trinken Sie einen Liter mildes Mineralwasser. Etwa drei bis vier Stunden nach dem Frühstück und nach dem Mittagessen genießen Sie je einen Achtelliter Gemüsesaft - mit einem kleinen Löffel langsam löffeln. Zu Mittag und abends ist eine Basensuppe - am einfachsten eine klare Gemüsesuppe mit Kräutern - eine Wohltat. Dazwischen trinken Sie Mineralwasser, zumindesteinen Liter. Abends beruhigen Sie mit einem entspannenden Kräutertee (z. B. Nimms leicht) Ihre Magennerven und die Seele.

Versuchen Sie an Safttagen etwa drei bis vier Liter Flüssigkeit (inklusive Suppen - ohne Salz) zu sich zu nehmen.

Einige Tipps!

Da der Körper von der Außenversorgung zur Versorgung von Innen umstellen muss, kann es anfänglich zu leichter Müdigkeit oder Schwindel kommen, deshalb ist es immer besser, das erste Mal die Fasttage an einem freien Tag oder verlängerten Wochenende einzulegen.

Nach mehrtägigen Fastenperioden sollten Sie die Nahrungsaufnahme nur langsam steigern. Meiden Sie in den ersten Tagen Fett und große Portionen Eiweiß.

Hüten Sie sich vor Limonaden sowie Suppenwürfeln und Speisewürzen: Sie alle enthalten Geschmacksverstärker, die Ihren Appetit anregen.

Duschen oder Wannenbäder können eine positive Ergänzung zum Fasten sein, denn der Körper scheidet viele Stoffwechselendprodukte durch die Haut aus. Besonders wohltuend ist es, wenn man eine Mischung von zwei EL Honig, zwei EL Joghurt, fünf Tropfen Rosmarin- und zehn Tropfen Melissenöl auf den Waschlappen gibt und sich damit nach dem ersten Duschen von oben bis unten abreibt, kurz einwirken lässtund danach nochmals abduscht.

Auch Kneippsche Anwendungen - in Form von Wassertreten oder Arm- und Beingüssen - aktivieren den Kreislauf. Machen Sie diese Anwendungen jedoch nie, wenn Sie frösteln. Achten Sie darauf, dass Ihnen nach dem Wassertreten oder einem Guss wieder richtig warm wird.

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