Ernärung umstellen statt Blitzdiäten

Jo-Jo-Effekt

Es ist eigentlich ganz einfach: Bekommt der Körper mehr Energie, als er verbrennt, nimmt man zu. Dabei ist es egal, ob die Kalorien aus Schoko, Nudeln oder Gemüseauflauf stammen. Aber natürlich wird der Gemüseauflauf länger satt machen als die Schokolade. Davon darf man ja bei gleicher Kalorienmenge viel mehr essen. Die Grundregel lautet also: Ernährung umstellen statt hungern. Maximal zwei Kilo sollten es pro Monat weniger werden - sonst droht der Jo-Jo-Effekt.

Jo-Jo-Effekt garantiert

Vorsicht vor Blitzdiäten. Sie fördern den Jo-Jo-Effekt und machen auf längere Sicht nur noch dicker. Das passiert, weil der Energiebedarf des Körpers bei einer Nulldiät heruntergeschraubt und kaum Fett, sondern die Muskelmasse abgebaut wird. Wer dann nach der Diät wieder "normal" zu essen beginnt, setzt leichter Fettpölsterchen an. Besser ist es, seine Ernährung langfristig umzustellen und "schlechte" Gewohnheiten in kleinen Schritten zu ändern. Tipps der Diätologen: kalorienarme Getränke wählen - das heißt Mineral- oder Leitungswasser statt Apfelsaft oder Cola trinken. Mit zucker- sowie fettreichen Lebensmitteln sparsam umgehen, lieber ganz bewusst kleinere Mengen davon genießen. Ohne große Umstellung kann man auch mehr Bewegung in den Alltag einbauen. Etwa durch Stiegen steigen statt Lift fahren oder eine Straßenbahnstation früher aussteigen.

Dünn ist relativ

Blitzdiäten sind nicht nur nutzlos, sondern auch ungesund. Einerseits sind erfolglose Diätversuche oft der Auslöser für Fettleibigkeit.

Andererseits sind sie der Einstieg für gefährliche Essstörungen. Man muss auch über die wirtschaftlichen Interessen sprechen, die es rund um das Ernährungsthema gibt. Einerseits wird viel Aufwand betrieben, um dick machende Lebensmittel zu vermarkten. Andererseits leben ganze Industriezweige davon, dass wir uns zu dick fühlen - wie die Erzeugerinnen von Diätprodukten, Medikamenten und Cremen.

Keine falschen Ideale

Als "normal" gilt ein Body-massindex BMI (Gewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern) zwischen 18,5 und 24,9. Die dürren Mädchen der Model-Shows und die mageren Hollywood-Stars entsprechen nicht der Realität.

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