Macht Bier glücklich?

Ein Glas frisches Biers und grünes Hopfen auf einem Holztisch.

Das Bier glücklich macht, das wissen kultivierte Biergenießer schon lange. Was ist aber dran an der Bier-macht-glücklich Theorie?

Schon im Mittelalter galt das Bier als Grundnahrungsmittel, das seine eigenen Gesetzmäßigkeiten hervorbrachte. Heutzutage zwar vom sauberen Trinkwasser abgelöst, hat es jedoch seine Stellung als Kulturgut und liebstes alkoholisches Getränk der Deutschen nicht verloren. Noch immer geschützt durch das Reinheitsgebot, sind die Inhaltsstoffe: Hopfen, Malz, Hefe und Wasser dieselben geblieben.

Deutsche Forscher der Friedrich-Alexander Universität in Nürnberg könnten nun den Beweis für den Glücksbringer Bier gefunden haben.

Die Wissenschaftler untersuchten für ihre Studie insgesamt 13.000 Lebensmittel auf ihre Inhaltsstoffe, legten eine Molekulardatenbank an und ließen mittels eines Computers jene Moleküle berechnen, die auf den Dopamin-Rezeptor passen würden. Ziel war es, Inhaltsstoffe zu lokalisieren, die eine ähnliche Wirkung wie das körpereigene Glückshormon Dopamin haben. Die Testergebnisse förderten einen überraschenden Fund zutage, auch Bier kann als Glücksmacher verstanden werden.

Das Bier enthält nämlich einen besonderen Inhaltsstoff, das bestimmte Gehirnareale des Belohnungszentrums aktiviert und einen stimmungsaufhellenden Effekt beim Menschen erzielt. Der Verursacher findet sich in einem markanten Bestandteil des Biers, das Gerstenmalz. Gerstenmalz enthält Hordenin, das als Dopamin-D2-Rezeptor dazuführt, dass sich Konsumenten während des Biergenusses zufriedener fühlen und weiter trinken – fachsprachlich als hedonische Nahrungsaufnahme bekannt.

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