Gute Chancen nach Darmkrebs

Dickdarmkrebs

Mehrere Tausend Menschen erhalten jährlich die Diagnose Dickdarmkrebs. Betroffene belastet der Gedanke an einen möglichen künstlichen Darmausgang oft mehr als die Diagnose selbst. Selbst beim tiefliegenden Mastdarmkrebs ist es heute dank verfeinerter mikrochirurgischer Techniken und umfassender Therapiekonzepte oft möglich, ein erneutes Auftreten des Karzinoms und einen künstlichen Darmausgang zu verhindern.

Gute Erfolge bei fortgeschrittenem Mastdarmkrebs werden mit der Methode erzielt, schon vor der Operation eine individuell angepasste Chemo- bzw. kombinierte Chemo-Strahlentherapie einzusetzen. Dies bringt den Tumor zum Schrumpfen. Damit konnte die Chance zur Schließmuskelerhaltung auf 85 Prozent gesteigert und das Wiederauftreten eines Tumors von 15 auf fünf Prozent gesenkt werden. Da der Operations-Erfolg von der Erfahrung und dem Geschick des Chirurgen abhängt, ist die Wahl einer spezialisierten Klinik wichtig.

Ist die nervenreiche Region im Schließmuskelbereich wegen der Lage des Tumors in Mitleidenschaft gezogen, kann es vorkommen, dass Betroffene trotz perfekter Operationstechnik zumindest einige Zeit inkontinrnt werden. Das muss der Arzt mit dem Patient genau besprechen, um für ihn die bestmögliche Entscheidung zu treffen.

Manchmal kann sich ein künstlicher Ausgang als die bessere Möglichkeit herausstellen. Dies muss heute zu keiner großen Einschränkung der Lebensqualität mehr führen. Neue Methoden, die bis zu 48 Stunden Stuhlfreiheit bewirken, haben das gefürchtete "Sackerl" weitgehend ersetzt.

Viele Patienten meinen, sie müssten mit Sonden operiert werden, die nur winzige Schnitte erfordern. Doch die Wahl der chirurgischen Zugangstechnik hat keinen Einflussauf die Notwendigkeit eines künstlichen Darmausgangs. Ob Schlüssellochtechnik oder Bauchschnitt, als Ziel steht die vollständige Genesung der Patienten.

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