Berühmte Aprilscherze

Aprilscherze

Der Aprilscherz entstand in Mitteleuropa und verbreitete sich mit Auswanderern bis nach Nordamerika. Der genaue Ursprung bleibt indes unklar, es gibt etliche Theorien, manche davon klingen selbst nach Aprilscherz. Aber ob er nun mit dem launischen Aprilwetter, dem missglückten Rendezvous eines französischen Herrschers oder mit der Kalenderumstellung (bis 1563 wurde in Frankreich das neue Jahr am 1. April begangen) zu tun hat klar ist: Der Aprilscherz hat im Lauf der Jahrhunderte nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt. Einige Klassiker amüsieren noch nach Jahrzehnten.

Nackte Römer

Il messaggero, eine überregionale Tageszeitung aus Rom, behauptete 2006, die römischen Stadträte wollten alle nackten Statuen der Stadt mit Lendenschürzen bedecken. Die folgende Empörung der Bevölkerung zeigte sich dann deutlich weniger verhüllt.

Der Heißköpfige Nackteisbohrer

Die Zeitschrift Discover veröffentlichte 1995 einen Artikel über eine fleischfressende Tierart in der Antarktis. Den Heißköpfigen Nackteisbohrer. Das Tier sei erst kürzlich entdeckt worden und ungefähr so groß wie ein Maulwurf. Durch die hohe Körpertemperatur von 43°C und den stark durchbluteten Kopf sei es in der Lage, sich durch das Eis zu Bohren um seine bevorzugte Beute zu jagen: Pinguine.

Der Eifelturm muss weg

Um Platz für ein Olympiastadium zu schaffen sollte 1986, laut einer Pariser Zeitung, der Eifelturm abgebaut und später in dem, damals noch in der Planungsphase befindlichen, Disneyland Paris wieder aufgebaut werden. Die Reaktion der Pariser war erwartungsgemäß wenig erbaut.

Günstig Fliegen

Die Fluglinie Virgin Blue bot am 1. April 2008 der begeisterten Kundschaft die ersten Stehplätze der Luftfahrtgeschichte an. Schon im Flugpreis enthalten sei eine Wadenmassage. Billig geht immer, deshalb sollen sich gleich einige hundert Interessenten gemeldet haben.

Hüpfen und Schwerelosigkeit

Am 1. April 1976 berichtete die englische BBC über ein seltenes, astronomisches Phänomen, bei dem der Pluto genau hinter dem Jupiter stünde. Um 9:47 Uhr könne man deshalb schwerelos werden. Alles was man dafür tun müsse, sei hoch zu springen. Tatsächlich berichteten hernach hunderte Anrufer der BBC von ihrem Erfolg.

Frühstück im Zoo

Oft führen die verrückten Einfälle zum 1. April auch zu neuen Geschäftsideen. Der Zoo von Singapur bot 1998 ein Frühstück samt Morgengymnastik mit einem Orang-Utan an. Die Resonanz war so groß, dass der Zoo inzwischen ein ähnliches Format tatsächlich anbietet.

Freiwein für alle

Billig ist gut, umsonst noch besser. Angeblich, so berichtete eine norwegische Zeitung 1987, seien große Mengen illegalen Weines beschlagnahmt worden. Da die Stadt Bergen nun nicht wisse, wohin damit habe man sich dazu entschlossen, den Wein unter der Bevölkerung kostenlos zu verteilen. Selbstverständlich bildete sich eine lange Schlange.

Spaghetti-Ernte

Einen ganzen Dokumentarfilm drehte die BBC 1957 über den Spaghetti-Baum. Gezeigt wurde die Ernte der Spaghetti in der Schweiz. Die BBC betrieb einiges an Aufwand, der Text wurde von einem bekannten Radio- und Fernsehsprecher gesprochen. Dieser berichtet über die Angst der Bauern vor dem Spaghettirüsselkäfer, der Sorgen wegen eventuellen Spätfrostes, der Freude über den milden Winter. Daraufhin meldeten sich hunderte von Zuschauern um zu erfahren, wie sich so ein Baum denn nun anbauen liese.

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